Das Wichtigste in Kürze
- KI eignet sich für Entwürfe, also Texte, Antworten, Zusammenfassungen und Übersetzungen.
- Sie weiß nichts über Ihren Betrieb, solange Sie es ihr nicht sagen, und sie macht Fehler.
- Geben Sie keine Kundendaten oder Geschäftsgeheimnisse in frei zugängliche KI-Dienste ein.
- Was die KI liefert, prüfen Sie, bevor es an Kunden geht.
Wofür KI im Alltag taugt
Texte entwerfen
Der häufigste Nutzen ist der erste Entwurf. Geben Sie der KI Stichworte zu Ihrer Leistung, Ihrem Ort und Ihren Kunden, und lassen Sie sich einen Text für die Website, einen Beitrag für das Unternehmensprofil oder eine Stellenanzeige schreiben. Danach ersetzen Sie alles Allgemeine durch eigene Angaben. Der Entwurf spart Ihnen das leere Blatt, nicht das Nachdenken.
E-Mails und Angebote
Eine höfliche Absage, eine Zahlungserinnerung oder die Antwort auf eine Beschwerde formuliert die KI in Sekunden. Für Angebote kann sie aus Ihren Stichpunkten einen sauberen Begleittext machen. Die Zahlen kommen von Ihnen.
Übersetzen
Speisekarten, Hinweise für Gäste oder eine englische Fassung der Website übersetzt die KI gut. Bei Fachbegriffen und Allergenen lassen Sie jemanden gegenlesen, der die Sprache spricht.
Zusammenfassen und sortieren
Lange Ausschreibungen, Vertragsentwürfe oder Bedienungsanleitungen lassen sich zusammenfassen. Das ersetzt nicht das eigene Lesen der wichtigen Stellen, hilft aber bei der Entscheidung, ob sich das Lesen lohnt.
Bilder
Bildgeneratoren liefern Illustrationen und Hintergründe. Für Fotos von Ihrem Betrieb, Ihrem Team oder Ihren Arbeiten sind sie ungeeignet, weil das Ergebnis nicht echt ist. Kunden merken das, und bei Produkten oder Speisen weckt ein erfundenes Bild falsche Erwartungen.
Die typischen Fehler
- Ungeprüft übernehmen. KI erfindet Zahlen, Zitate und Quellen, wenn sie keine hat. Prüfen Sie jede Tatsache.
- Zu wenig Vorgaben. Auf „Schreib einen Text über meinen Malerbetrieb“ folgt ein Text, der auf jeden Malerbetrieb passt. Je genauer die Angaben, desto brauchbarer das Ergebnis.
- Den eigenen Ton verlieren. Texte aus der KI klingen glatt und austauschbar. Lesen Sie laut vor und streichen Sie, was Sie selbst nie sagen würden.
Vertrauliches bleibt draußen
Was Sie in einen frei zugänglichen KI-Dienst eingeben, verlässt Ihren Betrieb. Je nach Tarif kann der Anbieter die Eingaben zur Verbesserung seiner Modelle verwenden. Daraus folgen einfache Regeln.
- Keine Namen, Adressen, Gesundheitsdaten oder Kontodaten von Kunden und Mitarbeitern eingeben.
- Keine Kalkulationen, Verträge oder andere Geschäftsgeheimnisse eingeben.
- Für regelmäßige Nutzung einen Geschäftstarif wählen, bei dem der Anbieter die Eingaben nicht zum Training verwendet.
- Mit Mitarbeitern absprechen, welche Werkzeuge wofür benutzt werden dürfen.
Ein vernünftiger Einstieg
Suchen Sie sich eine Aufgabe, die Sie jede Woche Zeit kostet und bei der ein Fehler nicht schlimm wäre, zum Beispiel Antworten auf Standardanfragen. Probieren Sie es vier Wochen aus und rechnen Sie nach, ob es Zeit gespart hat. Erst danach kommt die nächste Aufgabe.
Stand: Oktober 2026. Verfasst von Ümit Kocyigit, Compass Digitalagentur.